Einrichten einer Homepage auf dem Studentenrechner
Sinn des Ganzen
Um eigene Informationen weltweit via Internet verfügbar zu machen,
braucht man
-
ein persönliches WWW-Verzeichnis auf dem Server (muß
vom Rechenzentrum zugelassen werden)
-
die Möglichkeit, dort eigene html-Dateien abzulegen (kann via
FTP-abgewickelt werden)
-
die Spezifikation der eigenen URL-Adressen (erfordert Kenntnis der
WWW-Verzeichnisstruktur auf dem Server)
Das Rechenzentrum erklärt das Einrichten
einer Privat-Homepage auf dem SBUSTD.
Hier sollen lediglich noch einige Einzelheiten besprochen werden:
Notwendige Voraussetzungen und Vorgehen zur Einrichtung des WWW-Verzeichnisses:
Das Rechenzentrum besteht darauf, daß die Homepage bzw. sonstige
eigene html-Dateien in einem bestimmten Verzeichnis liegen. Die entsprechende
Verzeichnisstruktur einschließlich einer rudimentären Homepage
wird auf Aufforderung des Nutzers durch ein Programm des Rechenzentrums
automatisch erstellt. Dies soll hier am Beispiel des fiktiven Studenten
Bernhard Jacobs mit der Kennung beja0100 verdeutlicht werden.
via Telnet zum Studentenrechner
Auf dem Studentenrechner muß das Programm makehomepage aufgerufen
werden, d.h.: Man gibt am Prompt makehomepage ein und tippt dann
auf Return. Dies sieht im Beispielfall wie folgt aus:
stud beja0100 (1): makehomepage
[und dann Return, wodurch sich das Programm in Bewegung setzt und
folgende Rückmeldung gibt]
WWW-Verzeichnis: /hp/b/beja0100
WWW-Indexfile..: /hp/b/beja0100/index.html
WWW-URL .......: http://stud.uni-sb.de/~beja0100
stud beja0100 (2):
Damit wurde das WWW-Verzeichnis für den Studenten mit der Kennung
beja0100 als /hp/b/beja0100 festgelegt. Zugleich wurde für
den Studenten Bernhard Jacobs eine Homepage mit dem Namen index.html
erstellt. Je nach Kennung lautet das Verzeichnis (entsprechend den
Regeln des Rechenzentrums) anders. http://stud.uni-sb.de/~beja0100 schließlich
ist URL-Adresse der Homepage, also diejenige Adresse, unter der man die
Homepage -hier die Datei index.html - im WWW anschauen kann.
Man sollte sich die obigen 3 Zeilen direkt aus dem Telnetprogramm herauskopieren
und in Textverarbeitungsprogramm einfügen bzw. alles in einer Email
an sich selbst schicken.
Was soll das persönliche WWW-Verzeichnis ?
Nur Dateien innerhalb des eigenen WWW-Verzeichnisses können vom
Studenten über das Internet weltweit verfügbar gemacht werden.
D.h. Die eigene Homepage sowie alle eigenen Html-Dateien, die über
Internet einsehbar sein sollen, müssen in oder unterhalb des persönlichen
WWW-Verzeichnisses liegen. Man kann (und soll) folglich im WWW-Verzeichnis
auch Unterverzeichnisse anlegen.
Wie komme ich an mein WWW-Verzeichnis ?
via Telnet
Wenn man via Telnet auf den Studentenrechner gelangt, so ist man automatisch
mit dem Betriebssystem Unix konfrontiert. Wer sich diesbzgl. ein bißchen
informieren will, sei auf UNIXhelp
for Users bzw. Einführungskurs:
Unix und Internet verwiesen. Durch folgenden Befehl gelangt unser fiktiver
Student Bernhard Jacobs zu seinem persönlichen WWW-Verzeichnis
cd /hp/b/beja0100 oder cd $WWWHOME
im einzelnen:
| cd |
/hp |
/b |
/beja0100 |
change
directory |
homepage
Hauptverzeichnis
auf dem Studenten
rechner |
Anfangs-
buchstabe
der User-
kennung |
userkennung |
Der Befehl cd $WWWHOME führt lediglich den Befehl cd /hp/b/beja0100
automatisch aus und ist somit etwas bequemer. Man muss allerdings die
Verzeichnisstruktur kennen, wenn man später mit FTP Dateien dorthin
verlagern will.
Im persönlichen WWW-Verzeichnis kann der Student nun entsprechend
der Befehlssyntax von Unix z.B. die Datei index.html auflisten oder anschauen.
Achtung: Das persönliche WWW-Verzeichnis liegt nicht
unter dem Hauptverzeichnis des persönlichen Homeverzeichnisses, sondern
ganz wo anders. Um vom WWW-Verzeichnis wieder zum Homeverzeichnis zu gelangen,
empfiehlt es sich, den Befehl cd home einzugeben,
also:
| ins persönliche WWW-Verzeichnis |
cd $WWWHOME |
| zurück zum Home-Verzeichnis |
cd home |
via FTP
Um neue, lokal erstellte, Dateien in das persönliche WWW-Verzeichnis
zu transferieren, muß der Studentenrechner mit einem FTP-Programm
angesprochen werden. Ein FTP ist uns schon bekannt, z.B. als es darum ging,
aus einer Mail ein Attachment File (z.B. das Bildchen von Oskar) lokal
auf den eigenen Rechner zu ziehen. Hierbei geht es um den umgekehrten Weg.
Die lokale Datei auf den Studentenrechner transferieren.
Nun muß man sich nach Starten des FTP-Programms und Verbinden
mit dem Studentenrechner menuorientiert zu seinem persönlichen WWW-Verzeichnis
durchhangeln. Das geht auch direkt, wenn man das Button Chdir anklickt
und das Verzeichnis eintippt. Dort angelangt, müßte man die
index.html-Datei entdecken und kann sie sich z.B. anschauen. Man kann nun
selbst erstellte Html-Dateien auf sein persönliches Verzeichnis transferieren,
damit diese weltweit erreichbar sind. Denken Sie daran, daß man innerhalb
des persönlichen FTP-Verzeichnisses auch Unterverzeichnisse anlegen
kann. Klicken Sie dazu auf Mkdir und geben Sie als Unterverzeichnis
den Namen versuche ein. Dort sollten Sie ihre ersten html-Dateien
unterbringen.
Wie ist meine Homepage weltweit erreichbar ?
Nach obiger Prozedur befindet sich Ihre Homepage nun auf dem Server
in ihrem persönlichen WWW-Verzeichnis. Damit diese Datei via WWW aktiviert
werden kann, muß man die URL der Homepage kennen.
Die Verzeichnisstrukturen innerhalb von Unix sind nicht so ohne weiteres
zu durchschauen. Der Dos-erfahrene Unix-Novice würde nun etwa annehmen,
daß analog eines lokalen Files die Homepage etwa wie folgt erreichbar
wäre:
http://sbustd.stud.uni-sb.de/hp/b/beja0100/index.html
falsch falsch falsch falsch falsch falsch, stimmt nicht !!!
Nach hier nicht näher diskutierten Geheimnissen von Unix funktioniert
dies anders. Die Homepage des fiktiven Studenten Bernhard Jacobs ist über
WWW wie folgt zu erreichen:
http://sbustd.stud.uni-sb.de/~beja0100/index.html
im einzelnen:
|
http://
|
sbustd.stud.uni-sb.de/ |
~beja0100/ |
index.html |
Hyper-
text
Transfer-
proto-
koll |
Rechnername des
Studentenrechners |
persönliches
WWW-
Verzeichnis
von
Bernhard
Jacobs |
Homepage
von
Bernhard
Jacobs |
Befindet sich im persönlichen WWW-Verzeichnis eine Datei mit dem Namen
index.html (index.htm oder Welcome.html, welcome.html), so wird diese auch
dann aufgerufen, wenn lediglich das persönliche Verzeichnis angegeben
wird,. also z.B.auch so:
http://sbustd.stud.uni-sb.de/~beja0100
Der Name der Homepage soll traditioneller Weise index.htm oder index.html
heißen!
Zusammenfassung: Verzeichnisse auf dem Studentenrechner
für die fiktive Kennung beja0100
| Verzeichnisse und Dateien auf dem Rechner sbustd.stud.uni-sb.de |
Bedeutung dieser Verzeichnisse |
|
/hp/b/beja0100
|
Persönliches WWW-Verzeichnis von Bernhard Jacobs. An dieses Verzeichnis
kommt nur Bernhard Jacobs ran. In diesem Verzeichnis können Unterverzeichnisse
angelegt werden und lokale Dateien können dorthin via FTP transferiert
werden. |
|
/hp/b/beja0100/index.html
|
Homepage von Bernhard Jacobs auf dem Studentenserver. Nur Bernhard
Jacobs kann diese Datei verändern und auf den Studentenrechner transferieren. |
|
http://stud.uni-sb.de/~beja0100
|
eigentlich: http://stud.uni-sb.de/~beja0100/index.html
Die URL-Adresse der Homepage des Studenten Bernhard Jacobs. Diese Seite
kann weltweit von jedem WWW-Browser angeschaut werden. |
Was soll auf meiner Homepage stehen ?
Die Homepage ist diejenige html-Page, mit der Sie sich quasi auf
dem Netz vorstellen. Dazu gehören vermutlich die üblichen
Personenangaben, wie man sie von herkömmlichen Visitenkarten kennt.
(Adresse, Telefon, Email usw.). Darüberhinaus könnten Sie ganz
kurz ihre aktuellen Tätigkeiten beschreiben (bin Student(in) der x.....im
x. ten Semester.. an der Uni xy.). Ansonsten gehören auf eine Homepage
aber keine großen Abhandlungen. Auf persönlich wichtige WWW-aktivitäten
und Links sollte vielmehr verwiesen werden. Gegebenenfalls sollte die Homepage
in eine einsichtige Linknavigationsstruktur eingebettet sein. Ausführliche
Informationen und Vorschläge zur Thematik Homepages
im WWW gibt D. Luckhardt.
Wichtig: Sie machen keine Homepage zu irgendeinem Thema. Sie
selbst sind das Thema ihrer Homepage und somit bleibt es letztlich Ihnen
selbst überlassen, was und wie Sie sich vorstellen wollen.
Wie sind meine sonstigen html-Dateien weltweit zu erreichen ?
Begrenzungen:
Filesystem usage quota limit timeleft files quota limit timeleft
/M 400 3000 5000 36 200 220
/tmp 0 15000 40000 0 450 500
/hp 4 800 1200 2 120 150
/M ist das persönliche Homeverzeichnis (hat nichts mit
WWW zu tun. Dort liegt z.B. die Email-Box).Die erste Zeile ist wie folgt
zu interpretieren:
Dem Studenten mit der Kennung beja0100 stehen in seinem
persönlichen Homeverzeichnis die Nutzung von 3000 KB an Speicherplatz
sowie insgesamt 200 Dateien standardmäßig zur Verfügung.
400 KB und 36 Dateien sind aktuell dort hinterlegt. Wird die quota erreicht,
dann besteht noch eine gewisse Zeit die Möglichkeit, die Nutzung bis
zum Limit auszureizen. Mehr als 5000 KB kann der Student in keinem Falle
in seinem persönlichen Home-Verzeichnis unterbringen.
Kurzfristig lassen sich mehr KB und Dateien im Verzeichnis
/tmp unterbringen, aber diese Informationen stehen natürlich nicht
lange zur Verfügung.
/hp ist das persönliche WWW-Verzeichnis. Man erkennt,
daß der Student mit der Kennung beja0100 dort nur 2 Dateien untergebracht
hat und insgesamt auf jeden Fall noch 796 KB in höchstens 118 Dateien
dorthin transferieren kann. Wenn er es geschickt anstellt und bei der Gefahr,
die quota zu überschreiten, direkt noch Dateien bis in an die Grenze
des Limits dorthin schiebt, dann kann er bis höchstens 1200 KB in
seinem persönlichen WWW-Verzeichnis unterbringen.
Einige empfehlenswerte Konsequenzen aus der Speicherbegrenzung
-
Emails möglichst schnell vom Studentenserver auf Diskette bzw. lokalen
Rechner transferieren auf dem Studentenrechener löschen.
-
Keine riesigen Attachment-Files an Studenten versenden und erhaltene Attachment-Dateien
direkt vom Server auf Diskette bzw. lokale Rechner transferieren und dann
auf dem Studentenrechner löschen.
-
Versenden von Attachments an Studenten vornehmlich als zip-File.
-
Sparsamer Gebrauch von dekorativen Graphiken, animierten Gifs und Audiodateien
auf WWW-Seiten. Wenn Audio-Dateien, dann midi-Dateien. Völliger Verzicht
auf Video-Dateien.
Einige wichtige Hinweise:
-
Unix unterscheidet zwischen Groß - und Kleinschreibung: case sensitive,
d.h. z.B.: vers.html ungleich Vers.html. Windows macht diese
Unterscheidung nicht. So können manche Verweise lokal auf dem eigenen
Rechner funktionieren, versagen aber im Netz.
-
Verweise innerhalb einer Html-Datei auf sonstige Dateien oder Bilder müssen
innerhalb des Servers funktionieren. Ein Bildchen muß auf dem Server
sein, wenn man es in einer WWW-Seite darstellen will. Nicht alles, was
lokal problemlos funktioniert, läuft zwingend richtig im Netz.: z.B.:
Ein Verweis auf file:///c:/www/mydatei.html kann im Netz nicht funktionieren,
da dieses Verzeichnis auf dem Server nicht existiert.
-
Transferieren Sie Html-Dateien als Ascii- und Bilder (Gifs bzw Jpgs) als
Binärdateien auf den Server.
Bernhard Jacobs ; created 14.1.1997, last update 22.8.1998
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