----------- Voraussetzung JavaScript-fähiger Browser (z.B. Netscape 2.0) ist verfügbar ------------
----------- Voraussetzung JavaScript-fähiger Browser (z.B. Netscape 2.0) ist verfügbar ------------
Der programmiertechnisch versierte Nutzer ist damit nun hinreichend informiert und die nachfolgenden Ausführungen richten sich vornehmlich an denjenigen, dem diese Angaben nicht genügen, um die Funktionsweise der Fragebogen zu verstehen, wobei vollständiges Begreifen allerdings gewisse Programmierkenntnisse (, die über das Erstellen einfacher HTML-Texte hinausgehen,) voraussetzt, partielles Verstehen aber auch schon etwas weiter hilft.
Um dem Nutzer die Möglichkeit zu bieten, irgendwelche Eingaben auf einer WWW-Seite machen zu können, werden sogenannte Forms verwendet. Siehe dazu:
Die Befehlsfolge
<FORM> Geben Sie Ihren Nachnamen ein ! <input type=text name=Meintext size=20> </FORM>produziert als Ergebnis:
So wurde ein einfaches Textfeld (deshalb: type=text) mit dem Namen Meintext (deshalb: name=Meintext) erstellt, welches Platz für gleichzeitig sichtbare 20 Zeichen bereithält (deshalb: size=20). Wenn Sie nun einmal einen Namen eingeben und auf Return tippen, so sehen Sie, daß sich die Adresse dieser Page erweitert hat und zwar um "?meintext='Was Sie als Nachname eingegeben haben'". Das heißt: Diese Form wurde durch Return aktiviert, was normalerweise jedoch durch ein Submit-Button realisiert wird. Durch die Aktivierung wurde eine neue Seite produziert.
Zwischen <FORM> und </FORM> könnten nun mehrere Eingabevarianten sowie beliebig viel normaler HTML-TEXT stehen. Auf diese Weise kann jeder Fragebogenkonstrukteur Fragen entwerfen und in HTML - Text integrieren. Fragen werden demnach auf gleiche Weise editiert wie normaler HTML- Text und die Edition des Fragebogens kann auf einem lokalen Rechner ohne Internetanschluß abgewickelt werden. Für Short Answer-Aufgaben kommen dabei vornehmlich Textfelder in Frage, für Multiple Choice Aufgaben können je nach Konzeption Listenfelder, Radiobuttons oder Checkboxen verwendet werden. Nach der Edition des Fragebogens kann der Nutzer den Fragebogen auch ausfüllen. Die Auswertung sowie ein entsprechendes Feedback erhält er jedoch nicht so einfach.
Konstruktion der Fragebögen
Wie die Fragebögen entworfen wurden, kann man am Source-Code des Fragebogens ablesen. Klicken Sie dazu einen Fragebogen an und schauen Sie sich den SourceCode an. Bei Netscape "View" anklicken, dann "Dokument Source" anwählen und Maustaste loslassen! z.B.:
Subjektive Kompetenz und Anspruchsniveau
(in der cgi-bin-Script Fassung; einfaches Beispiel)
Aktuelle Angst ohne Situationsbezug (in
der cgi-bin-Script Fassung)
Der Fragebogen Subjektive Kompetenz und Anspruchsniveau basiert auf dem Short-Answer-Aufgabentyp. Deshalb werden zur Erfassung Textfelder gewählt, die freie Beantwortung zulassen. Bei der aktuellen Angst liegt der MC-Aufgabentyp zugrunde. Man sieht, daß die Alternativen eines Items mit Radiobuttons erstellt wurden. Jedes Item des SPA hat einen mit F beginnenen Namen (Item ängstlich hat den Namen F1) und die Alternativen können die Werte 1 bis 7 annehmen. Es kann automatisch bei einem Item nur eine der 7 Alternativen angeklickt werden, ein großer Vorteil des Radiobuttons. Eine kleine Zusammenstellung über mögliche Aufgabenvarianten durch Forms findet man bei Roland .
<form method="get" action="/cgi-bin/sk.cgi"> bzw.
<form method="get" action="/cgi-bin/spa1.cgi">
wird dem Server mitgeteilt, daß das Programm sk.cgi bzw. spa1.cgi
im cgi-bin Verzeichnis des Servers nach der Formaktivierung der Fragebogen-Page
gestartet werden soll.
Aus Sicherheitsgründen empfehle ich, statt der Methode
"get" die Methode "post" zu verwenden, was zum Zeitpunkt der Fragebogenkonstruktion
auf unserem Server leider nicht möglich war, also z.B.:
<FORM method="post" action="/cgi-bin/spa1.cgi">
Bei beiden Fragebögen mit CGI-Variante wird der Fragebogen zur Auswertung durch ein submit-Button abgeschickt (=Formaktivierung), was in der Datei sk.html wie folgt aussieht.
<input type="submit" value="Antworten bestätigen">
Nach Formaktivierung der Fragebogenpage sieht man eine neue Seite, deren Adresse (bei Netscape hinter Location:) neben dem Programmnamen noch weitere Eingaben enthält, z.B.: bei der aktuellen Angst
http://www.phil.uni-sb.de/cgi-bin/spa1.cgi?F1=6&F2=6&F3=5&F4=5&F5=6&F6=4&F7=3&F8=2&F9=4
Was man hinter dem Fragezeichen sieht, sind die Eingaben des Probanden. Den 9 Items der Fragebogenerhebung zur aktuellen Angst wurden in der Fragebogenpage die Namen F1 bis F9 zugeordnet, und diesen Namen sind durch Gleichheitszeichen die Antwortwerte des Probanden zugewiesen worden.
Das cgi-Programm sk.cgi ist noch recht übersichtlich und sollte zuerst studiert werden. Wie man sieht, müssen zunächst die Übergabedaten der Fragebogenpage für das Programm lesbar gemacht werden (Thanks to Steven Brenner). Dann folgen ganz einfache Variablenwertzuweisungen und am Ende wird für den Probanden in Form eines einfachen HTML-Textes eine Rückmeldung gegeben.
Das cgi-Programm spa1.cgi nimmt noch einige weitere Auswertungsschritte und Berechnungen vor. Unter anderem wird hier noch festgestellt, ob alle Fragen beantwortet wurden. Schließlich erzeugt das CGI-Programm ebenso wie sk.cgi eine neue Seite, indem das Ergebnis sowie weitere Informationen als HTML-Text dem Probanden zugänglich gemacht werden.
Verweise zu CGI und Perl:
<SCRIPT LANGUAGE="JavaScript"> ........Programmcode........... </SCRIPT>
Subjektive Kompetenz und Anspruchsniveau
Variante 1 (als JavaScript)
Aktuelle Angst auf eine Prüfungssituation
bezogen Variante 1 (als JavaScript)
Der Programmcode greift ebenfalls auf die Forms zu, ermittelt die Werte des Probanden, führt entsprechende Berechnungen aus und teilt das Ergebnis mit. Das Programm läuft auf jedem Rechner, der über einen JavaScript-interpretierenden Browser verfügt. Man braucht demnach überhaupt keinen Anschluß an das weltweite Netz, weil das Programm nicht auf einen Server zugreifen muß.
Einige nützliche Verweise zur Programmierung von JavaScript
Haben Sie geahnt oder gewußt, daß Ihr Ergebnis in der CGI-Script-Variante bei mir zunächst in einer Mail mitgeteilt und anschließend als neuer Datensatz in einer Datei angefügt wurde ? Aber keine Angst. Die Daten werden anonym erhoben: [ wirklich ? ]
Beispiel für eine Ergebnismitteilung via EMail an mich:
Date: Wed, 12 Jun 1996 11:13:49 +0200 (MET DST) From: WWW Kennung <runwww@phil.uni-sb.de> Apparently-To: <pf00bj@rz.uni-sb.de> 12.06.96 Ergebnisse zur situativen, aktuellen Angst ----------------------------------------------------------------- 2 3 2 1 4 1 1 3 0 ----------------------------------------------------------------- 17
Beispiel für einige Datensätze aus der Datendatei:
7 7 6 5 4 3 2 1 7 7 7 6 5 4 3 2 1 7 3 7 6 5 4 3 2 1 7 7 7 6 5 4 3 2 1 7 7 6 6 6 6 5 4 3 7 1 3 3 4 5 2 2 2 0 7 6 4 5 7 7 6 7 8 4 6 5 7 7 4 4 7 5 3 1 4 5 3 3 1 2 3 1 3 2 1 4 1 1 2 0 1 1 1 1 6 1 1 1 0 6 6 7 4 5 5 2 7 4 3 3 4 5 5 4 4 2 2 2 3 4 4 3 4 4 3 3
Der Programmcode zur Herstellung einer derartige Datendatei ist relativ einfach und sieht hier im Prinzip wie folgt aus:
open (out,">>/rechner/DirA/DirB/ergebnis.txt");
print out $input{'F1'} ."\t";
print out $input{'F2'} ."\t";
print out $input{'F3'} ."\t";
print out $input{'F4'} ."\t";
print out $input{'F5'} ."\t";
print out $input{'F6'} ."\t";
print out $input{'F7'} ."\t";
print out $input{'F8'} ."\t";
print out $input{'F9'} ."\n";
close (out);
<HTML><HEAD> </HEAD><BODY> <H3>Mailtoversuch</H3> <form name=meinname action="mailto:erika-mustermann@rz.uni-xyz.de" method=post> Geben Sie bitte Ihren Namen ein ! <p> <input type="text" name="Deinname" size=20 value="unbekannt"><p> <input type="submit" name="ende" value="bestätigen"> </form> </body></html>Durch den Befehl submit werden die Ergebnisse abgeschickt, hier in Form von 'Send as Email'. In der Mail kommen Sie allerdings nicht schön formatiert in einer solchen Weise an, daß man sie problemlos in ein Statistikprogramm einfügen könnte. Stattdessen sieht man eine Ansammlung von Variablennamen, Werten und Sonderzeichen. Das sieht im obigen Beispiel etwa so aus:
Deinname=Bernhard+Jacobs&ende=best%E4tigen
Folglich muß man die Daten mühsam entziffern oder ein entsprechendes Programm schreiben bzw. verwenden, was diese Arbeit automatisch übernimmt. (siehe dazu: Die Mailto-variante zum Abspeichern von Fragebogendaten vom 9.6.1997)
In der Datei skjava2.html ist die Möglichkeit, die Daten via mailto abzuspeichern in einer etwas komplizierteren Form (in Analogie zu einem Programm von Thomas Schubert, Uni Jena) realisiert worden. Dabei wurden die für die EMAIL-Speicherung relevanten Textzeilen auskommentiert.
Achtung: Bei der mailto-Fassung wird die Email-Adresse des Probanden erfaßt, womit offenkundig wird, wer den Fragebogen abgeschickt hat. Denn aus der E-Mail-Adresse ist auch relativ einfach die Identität des Probanden zu ermitteln. In Analogie zum Fragebogen des herkömmlichen Papierformates ist die mailto-Fassung vergleichbar der Aufforderung, man solle seinen Namen (und weitere Daten) auf den Fragebogen schreiben, bevor man diesen abgibt. Die Anonymität des Verfahrens ist maschinell nicht garantiert und muß dann vom Untersucher sichergestellt werden.
Anregungen zu Vor- bzw. Nachteilen von Erhebungen via Internet kann man entnehmen bei
Ilona Jerabek (Cyberia Shrink) stellt mehrere Tests zur direkten Online-nutzung im Internet zur Verfügung und teilt zu einigen dieser Fragebögen teststatistische Kennwerte (z.B. Reliabilitäten) mit, die auf anonymen Angaben via WWW basieren und insgesamt nicht schlecht aussehen.
| Bedingung | cgi-bin-Script | JavaScript |
| Der Browser muß Forms unterstützen | Ja | Ja |
| Der Browser muß JavaScript-Language interpretieren können | Nein | Ja |
| zentrale Ergebnisspeicherung recht komfortabel | Ja | Nein |
| Der Fragebogen kann auch auf einem lokalen Rechner ohne Internetanschluß ausgewertet werden. | Nein | Ja |
| Der Programmcode ist zwingend öffentlich zugänglich. | Nein | Ja |
Im übrigen gilt ohne jede Einschränkung, daß die psychologische
Fundierung und testtheoretische Prüfung eines Fragebogens allemals
wichtiger ist als die technische Umsetzung, auf welches System auch immer.